hackre

[ˈhɛkɐ]

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Der FAZ-Blogger

Wenn man in den deutschen Alpen einen grimmig dreinblickenden Mann mittleren Alters vor lauter innerlich aufgestautem Bayerntum in den Schnee ejakulieren sieht, so ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit R. M.
Auch an diesem kühlen, aber sonnigen Wintertage inspirierte die bezaubernde Landschaft den gemäßigt Konservativen, der das Schwabensperma ins schneebedeckte Gras am Gipfel schleuderte. Als seine Erektion abgeklungen war, begab er sich hinunter auf den Weg ins Wirtshaus. Beim Abstieg dachte er an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und die großen deutschen Dichter und Denker seines geliebten Vaterlandes. Ihm kam eine kleine Gruppe Wanderer entgegen und er mochte seinen Augen nicht trauen: Eine der Personen bestach durch ein fremdes, ja beinahe südländisches Aussehen. Vor lauter Panik stieß der selbstbetitelte Don einen Entsetzensschrei aus, dessen Echo noch kilometerweit zu hören war. Um der ungewohnten Situation zu entkommen, nahm er seinen handgefertigten, mit CSU-Flagge verzierten Fichtenholzschlitten ab, den er stets mit zwei Riemen aus pflanzlich gegerbtem Leder auf seinem Rücken trug, und rutschte herab ins Tal. Dort angekommen atmete er auf. Was war nur aus der Welt geworden? Wo könne er noch sicher sein? Urlaub außerhalb Bayerns kam nicht in Frage. Als Kenner brutalistischer Architektur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts besuchte er gerne ein Gelände im Südosten Nürnbergs, das ihn an die alte Zeit erinnerte. Er setzte sich dann auf die ehemalige Haupttribüne, schrieb spitzfindige Kommentare über Bewohner der deutschen Hauptstadt und liebkoste in seinen Gedanken die Schenkel Bavarias.